Gemeinde Erlenmoos

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1128 erstmals urkundlich als "Erlimose“ erwähnt

Gemaltes Wappen des Klosters Ochsenhausen
Gemaltes Wappen am Eingang des Gasthaus Ochsen

Schon früh hat das Kloster Ochsenhausen in den Orten Edenbachen, Eichbühl, Erlenmoos und Oberstetten, die die Gemeinde Erlenmoos bilden, Fuß gefasst und durch fast 700 Jahre die Geschicke dieser Dörfer maßgebend bestimmt. Daher ist die Geschichte der Gemeinde Erlenmoos mit der Geschichte des Klosters und der Pfarrei Ochsenhausen eng verknüpft. Von den vier Orten wird Erlenmoos im Jahre 1128 erstmals urkundlich als „Erlimose“ in einem Diplomatar des Priorats Ochsenhausen erwähnt. Aus dieser Urkunde geht hervor, dass Ritter Hatto von Grönenbach an Weihnachten 1128 auf alle Ansprüche, die er auf Güter von Erlenmoos hatte, zu Gunsten des Benediktinerklosters Ochsenhausen verzichtete. Die Siedlung Edenbachen wird erstmals im Jahre 1152 als „Bachein“ genannt. Noch heute spricht der Volksmund von „Bachen“. Diese Bezeichnung dürfte von der Siedlungslage am Wasser – „Ödes“ Heim am Bach – abgeleitet sein. Bis ins 18. Jahrhundert hinein trat Edenbachen auch als „Oedenbachein“ in Erscheinung.

Oberstetten findet im Jahre 1238 als „Oberostetin“ erstmals Erwähnung. Der Ortsteil Oberstetten – in älterer Zeit Nieder-Oberstetten – ist möglicherweise von dem benachbarten, in diesem Fall älteren und als Adels- und Pfarrsitz bedeutenderen Ober-Oberstetten aus angelegt worden und hat von dort den Ortsnamen übernommen. Die älteste Schreibweise von Eichbühl stammt aus dem Jahre 1312 und lautet „Aichbühel“, was so viel wie eine mit Eichen bewachsene Anhöhe bedeutet. Wann die Ortsteile der heutigen Gemeinde Erlenmoos wirklich entstanden sind, lässt sich urkundlich nicht nachweisen, man kann aber zusammenfassend sagen, dass das Alter aller vier Ortsteile nicht über das 9. Jahrhundert zurückreicht.  Der Umfang des Ochsenhausener Stiftungsgutes ist nicht einheitlich überliefert. Zweifellos kam aber bereits um 1100 der größte Teil der Markung, Leute und Güter in Erlenmoos aus der Hand der Stifter an das Kloster St. Blasien bzw. an das neue Priorat. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gelang dem jungen Priorat im Laufe des 13. und des beginnenden 14. Jahrhunderts, sich von dem weit entfernten Mutterkloster namentlich in der Verwaltung seiner Güter unabhängiger zu machen. Darüber hinaus betrieb er seit Ende des 13. Jahrhundert eine planmäßige Abrundung und Verdichtung seines Grundbesitzes durch Ankäufe vor allem in den Dörfern und Weilern in unmittelbarer Klosternähe. Im Zuge dieser Arrondierungspolitik fiel nach und nach fast das ganze heutige Gemeindegebiet von Erlenmoos an das Kloster Ochsenhausen.

Rathaus der Gem. Erlenmoos
Rathaus der Gemeinde Erlenmoos

Frühe Neuzeit bis heute

Der Klosterbesitz entwickelte sich zu einem geschlossenen Herrschaftsgebiet. Die 1529 beginnende Urbaraufzeichnungen gewähren einen genauen Einblick in das soziale und wirtschaftliche Leben der klösterlichen Hintersassen in den Dörfern und Weilern des Stiftsgebiets. Das Dorf Erlenmoos und die Weiler Eichbühl, Oberstetten und Edenbachen erscheinen darin als zu den kleineren Orten zählende rein landwirtschaftliche Siedlungen. Wenn auch  in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in allen vier Orten Kleinhandwerker ansässig wurden, deren Kundenkreis sich allenfalls auf das Dorf bzw. Weiler beschränkte, so blieb die Gemeinde Erlenmoos bis zum Jahre 1960 sowohl in ihrer Bevölkerungsentwicklung als auch in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Struktur ein stagnierendes und ausgesprochen landwirtschaftlich orientiertes Gemeinwesen.

Seit der Amtsübernahme von Bürgermeister Josef König im Jahr 1960 hat die Gemeinde einen respektablen Aufschwung genommen. Die Wasserversorgung der Einwohnerschaft wurde auf eine solide Grundlage gestellt und ein Schulzentrum errichtet, das nicht allein eine moderne und gesunde Erziehung der Jugend vom Kindergartenalter an gewährleistet, sondern auch dem sportlichen, kulturellen und geselligen Leben der Bürger zur Entfaltung verholfen hat. Auch nach der Gebiets- und Gemeindereform 1975 konnte die Gemeinde Erlenmoos ihre Selbstständigkeit erhalten.

Unter der Führung von Bürgermeister Peter Züllig wurde die Infrastruktur weiter ausgebaut. So wurde das Abwasser von allen Ortschaften an die Sammelkläranlagen des Abwasserzweckverbandes Mittleres Rottumtal bzw. Rottal angeschlossen. Außerdem konnte eine moderne Wasserversorgungsanlage mit den Nachbargemeinden Ochsenhausen und Steinhausen gebaut und in Betrieb genommen werden. Neben der Erschließung neuer Baugebiete wurde auch in die Kanalisation viel investiert. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren mehrere öffentliche Gebäude erstellt: Dorfgemeinschaftshaus Eichbühl, Bauhof, Feuerwehrgerätehaus und Kindergarten. Der Gemeindesaal sowie die Turnhalle und Grundschule wurden grundlegend saniert und der alte Kindergarten zu Gemeinschaftsräumen umgebaut und renoviert.

Anschließend sind die Bürgermeister der Gemeinde Erlenmoos von 1950 bis heute chronologisch aufgeführt.

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Institut für Zeitgeschichte

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Das Haus der Geschichte BW beschäftigt sich mit der Geschichte von Baden, Württemberg und Hohenzollern seit 1800.

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Kontakt

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  • Biberacher Straße 11
  • 88416 Erlenmoos
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  • Mittwoch: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr